Große Brandkatastrophen in der ehemaligen Gemeinde Pietling seit 1982

 

1885:
Siegl-Anwesen in Seebach; Ursache: Unbekannt; Schaden: Kuhstall und Scheune vernichtet; Wohnhaus bleibt verschont.

21. August 1892:
Stiefer-Anwesen in Kelchham; Brandursache: Nach Erzählungen herrschte abends ein sehr starker Gewittersturm. Man wollte das Getreide noch in die Scheune bringen, dabei wurde eine Laterne umgeworfen. In wenigen Augenblicken stand die Scheune in Flammen; das ganze Anwesen brannte bis auf die Grundmauern ab.

Juni 1893:
Siegl-Anwesen in Seebach; Ursache: Keine Anhaltspunkte; durch den starken Ostwind wurden die Rettungsarbeiten sehr erschwert. Stall, Scheune, Nebengebäude und ein Teil des Wohnhauses brannten nieder. Das Wohnhaus wurde von italienischen Maurern wieder aufgebaut.

27. Juni 1894:
Streibl-Anwesen in Allerfing; An die Brandkatastrophe erinnert die Votivtafel in der Wallfahrtskirche Maria Bühel bei Oberndorf/Österreich.

Brand 5
Zur dankbaren Erinnerung für die glückliche Errettung aus höchster Not bei dem Brande des Streibl-Anwesens in Allerfing am 27. Juni 1894, wo der Austragsbauer Joachim Schmid, nachdem er vorher zwei Kinder gerettet und sich nochmal in das Haus wagte, keinen Ausweg mehr fand, durch die Fürbitte der seeligsten Jungfrau Maria und der armen Seelen aus dem brennenden, einstürzenden Hause errettet wurde

 

19.11.1916:
Tischler-Anwesen in Pietling; Ursache: Heißlaufen der Lager am Dresch-Wagenzylinder; als andere Ursache wird berichtet: eine brennende Kerze fiel ca. 1 m vom Dreschwagen entfernt aus der Laterne.

09. Februar 1918:
Lenz-Bauer in Berg (heute: Anwesen Georg Schuster); das Anwesen brannte bis auf die Grundmauern nieder; Entstehung des Brandes in der Scheune; Ursache nicht bekannt. Rettung von Vieh und Mobiliar sowie des Zu- und Nachbarhauses durch die Nachbarn und die Feuerwehr Pietling; Scheune, Stall und ein Teil des Wohnhauses brannten nieder; großer Wassermangel beim Löschen, deshalb musste anfangs die Jauchegrube „herhalten".

27.12.1921:
Brand beim Fürster in Fürst; Ursache: Zwei Buben (6 und 8 Jahre) spielten in der Scheune mit Zündhölzern; Stadel, Kuh- und Ochsenstall, Zuhaus und verschiedene Nebengebäude brannten nieder.


Brand 4
Beim Aufstellen des Fürster-Hofes nach der Brandkatastrophe vom 27.12.1921

 

1923:
Oberfranker-Anwesen in Kelchham; Ursache: Blitzschlag; das ganze Anwesen brannte nieder; das Anwesen wurde beim Wiederaufbau um ca. 40 m „versetzt".

 

06.05.1925:
Hofer-Anwesen (Kramer- u. Gütlerfamilie Matthäus Lenz); Anwesen brannte total nieder, Viehbestand konnte gerettet werden. Ein großer Teil des Mobiliars verbrannte. Infolge Wassermangel konnte nur die Pietlinger Spritze am Brandort tätig sein - mit der Fridolfinger Motorspritze wurde Löschwasser aus dem Dorf hochgepumpt. Das Zuhaus blieb vom Feuer verschont; (heute: Anwesen Lechner). Ursache: nicht bekannt; es wird jedoch Brandstiftung angenommen, da das Feuer an zwei Stellen gleichzeitig ausbrach.

 

1927:
Stettmeier-Enhub: Sämtliche Wirtschaftsgebäude des Vierseithofes brannten nieder. Der Enhuberbauer fuhr mit dem Zug von einer Wallfahrt von Altötting nach Hause und sah von Gierling aus das Unglück. Ursache:
vermutlich Unachtsamkeit eines Kindes beim Einstellen von Wagen in die Scheune.

 

Brand 3 
 Brandkatastrophe vom 07.09.1937 beim Seemaier-Anwesen

 

07.09.1937:
5.00 Uhr früh, Seemaier-Anwesen; Ursache: vermutlich durch Kaminschäden; Scheune, Stallung und Dachstuhl des Wohnhauses brannten nieder. Gesamte Heu- und Getreideernte vernichtet; das Restgut „brannte" 3 Tage. Erst nach 3 Tagen hatte die Feuerwehr die Brandstätte abgebaut und das Restgut abgefahren.

 

10.10.1942:
Kraller Engelbert, Kelchham; Ursache: zündelnde Kinder; Schaden: Holzschuppen und Backhäusl verbrannten.

 

24.07.1943:
Anton Bachmeier, Berg (heute: Anwesen Albert Kraller); Ursache: Blitzschlag; „Im Nu stand das größtenteils aus Holz gebaute Anwesen in Flammen". Das Vieh und mehrere Fahrnisse konnten gerettet werden. Die Heu- und Kornernte wurde vernichtet.

 

20.01.1957:
Bastl-Anwesen (Schild), Allerfing; bis auf die Grundmauern niedergebrannt. Mobiliar und Vieh konnte gerettet werden. Die Vorräte an Heu und Stroh und ein Großteil der landwirtschaftlichen Geräte verbrannten. Extremer Löschwassermangel durch zu geringen Wasservorrat und durch die Kälte
Brandursache: fehlerhaftes Einführen des Ofenrohres in den Kamin; das glühende Rohr hatte die Holzdecke in Brand gesetzt. Da keine Feuermauer vorhanden war, erfasste das Feuer in kurzer Zeit auch die an das Wohnhaus angebauten Wirtschaftsgebäude.  

 

Brand 2

 

30.08.1964:
Prams, Hornis; Scheune und Stallung, Teil des Wohnhauses; Ursache: Reste des Bindegarns verfingen sich im Häcksler; Erhitzung und Selbstentzündung.

 

9. August 1999:
Anwesen Thomas Dandl in Nilling; Ursache: Blitzschlag; die landwirtschaftlichen Gebäudeteile brannten nieder, das Wohnhaus wurde schwer beschädigt.

 

Brand 1