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18.04.20

Hier noch der Bericht und Fotos von unserer Jahreshauptversammlung Ende Februar 😊 Gerade noch rechtzeitig konnten wir an diesem Tag die Versammlung vorbereiten, da wir noch am Nachmittag bei einem schweren Verkehrsunfall auf der B20 gefordert waren 🚒

Jahreshauptversammlung 2020

Ein „historisches Ereignis“ gab es zum Ende des vergangenen Jahres bei der Freiwilligen Feuerwehr Pietling: Zum ersten Mal in der 142-jährigen Vereinsgeschichte verfügt die Feuerwehr über ein drittes Einsatzfahrzeug. Dies stellte Kommandant Hans Schild bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Gruber heraus.
Die Feuerwehr konnte dabei auf ein überaus ereignisreiches Jahr zurückblicken, das geprägt war vom Katastropheneinsatz im Januar im südlichen Landkreis, vom Umbau des Feuerwehrhauses und der Auslieferung des neuen Löschfahrzeugs TLF 4000 im Dezember. Dieses Fahrzeug bedeutet „einen Mehrwert an Sicherheit in der Region“, wie Kommandant Schild betonte. Mit dem neuen Fahrzeug verfüge die Feuerwehr nun über die perfekte Ausrüstung, um auch für besondere Einsätze in den hiesigen Industriebetrieben vorbereitet zu sein. Das TLF 4000 ist eines von bisher drei derartigen Einsatzfahrzeugen im Landkreis.
Der Kommandant dankte in diesem Zusammenhang der Gemeinde für die Unterstützung; Bürgermeister und Gemeinderäte stünden ohne Einschränkungen hinter den Erfordernissen des Feuerwehr-Bedarfsplans. Der mit dem zusätzlichen Fahrzeug verbundene notwendige Umbau des Feuerwehrhauses mit zwei weiteren Ausfahrten gestaltete sich nach den Worten von Schild nicht ganz reibungslos, aber man habe alle Hürden gemeistert. In diesem Zusammenhang dankte er auch Vorstand Andreas Stadler, der die Eigenleistungen koordinierte. Die Einweihung des neuen Fahrzeugs wurde wegen des Corona-Virus auf einen späteren Zeitpiunkt verschoben.
Die Personalstärke der Feuerwehr Pietling ist weiterhin sehr gut. Es gibt 94 Aktive (davon 22 weiblich) und 18 Jugendliche (1w) mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren. Der Kommandant freute sich über die gesunde Mischung von erfahrenen und altgedienten Wehrleuten und jungen Feuerwehrmännern und -frauen und bat die älteren, weiterhin der Wehr treu zu bleiben. Noch ausbaufähig sei die Zahl von 25 einsatzbereiten Atemschutzträgern. Außerdem verfügt man über elf Gruppenführer und drei Zugführer.
Die 53 Einsätze des abgelaufenen Jahres bedeuteten das ereignisreichste nach dem Hochwasser-Jahr 2013. Etwa ein Drittel der Einsätze zählen zur Schneekatastrophe, die sich zu Beginn des Jahres im südlichen Landkreis ereignete. „Das war ein ganz prägendes Ereignis für uns“, sagte Hans Schild. „Es war anstrengend, nass, kalt und teilweise abenteuerlich, aber der Dank der Hausbesitzer und -bewohner, die mit der Welt fertig waren, waren alle Mühe wert.“ Und „belohnt“ wurden die Pietlinger Wehrmänner dann quasi mit der Sicherheitswache beim Biathlon-Weltcup in Ruhpolding, wobei die Wettkämpfe auch miterlebt werden konnten. „Alle haben zusammengeholfen und das macht unsere Arbeit aus“, lobte Schild alle Einsatzkräfte.
Aber auch den Rest des Jahres über war die Feuerwehr gut beschäftigt mit Bränden, Verkehrsunfällen und technischen Hilfeleistungen. Der Kommandant griff in seinem Bericht einige Einsätze heraus, darunter einen Verkehrsunfall mit einem beteiligten Kind („das haben wir mit unserem Stofftier Grisu getröstet“), das Feuer beim Trafo einer Biogasanlage oder der schwere Motorradunfall an der berüchtigten Abtenhamer Kreuzung. Dann gab es erhitzte Heuballen in einem landwirtschaftlichen Anwesen, ein kleines Feuer in einem hiesigen Industriebetrieb und die Brandmeldeanlagen-Alarme, die zwar lästig seien, aber doch auch einmal den Ernstfall bedeuten können.
Qualität vor Quantität ist die Devise bei den Übungen, von denen 2019 immerhin 66 stattfanden. Der Kommandant lobte die Übungsbeteiligung und gab weiter bekannt, dass 43 Aktive das Leistungsabzeichen ablegten (34 Mal Löscheinsatz und 9 Mal Hilfeleistungseinsatz. 45 Aktive absolvierten Lehrgänge auf Kreisebene, außerdem gab es einen eigenen Truppmann-Lehrgang nur mit Pietlinger und Fridolfinger Aktiven. An den bayerischen Feuerwehrschulen konnten sich neun Aktive weiterbilden, z.B. Ausbilder Atemschutz oder Leiter einer Feuerwehr.
Abschließend bedankte sich der Kommandant bei allen, die die Feuerwehr in ihrer Tätigkeit unterstützt haben und betonte, man sei auch künftig „tagtäglich für die Gemeinschaft und die Gesellschaft im Einsatz“.
Dass sich Jugendwartin Lisa Prams immer wieder viel Interessantes für den Feuerwehrnachwuchs einfallen lässt, zeigte ihr Rechenschaftsbericht. So hielt man letztes Jahr erstmals einen 24-Stunden-Übungstag ab, nahm am Tag der Jugendfeuerwehr, am jährlichen Wissenstest und an der Jugend-Großübung im Gewerbegebiet Kaltenbrunn teil. 12 Jungfeuerwehrleute absolvierten das bronzene Löschabzeichen. Zum Freizeitprogramm zählten das Kartfahren und ein Besuch beim Rettungshubschrauber „Christoph 14“ in Traunstein. Weitere Aktivitäten waren die Aktion Friedenslicht und das Einsammeln der Christbäume nach Weihnachten. Abschließend dankte Lisa Prams ihren Mitausbildern und allen, die die Jugendarbeit unterstützen.
Begonnen hatte die Jahreshauptversammlung mit dem Gedenken an die Verstorbenen, besonders an Franz Kraller, Peter Maier und Josef Stettmeier. Vorstand Andreas Stadler ging auf das Vereinsleben ein und nannte das Spanferkelgrillen und den Familien- und Freundetag, der gut angenommen worden sei. Der gesellige Ausflug führte ins Schilcher Land. Aus den Rücklagen aus dem Feuerwehrfest 2017 habe man einen „Bürger-Defi“ gekauft, der allen Pietlingern im Notfall zur Verfügung steht. Stadler zählte die Teilnahme an kirchlichen und weltlichen Festen in der Gemeinde auf und nannte in der Vorschau auf heuer neben den jährlich wiederkehrenden Festen das Maibaumaufstellen in Pietling sowie die Feuerwehrfeste in Hammer und Schnaitsee. Dankesworte sprach Stadler zu den Fähnrichen und den Feuerwehrhaus-Wirtinnen, die die Aktiven immer gut versorgen.
Einen ausführlichen und übersichtlichen Kassenbericht trug Kassierin Vicky Hastreiter vor. Neben den üblichen Ausgaben für Jugendarbeit, Veranstaltungen, Geschenke oder Bürokosten schaffte die Feuerwehr aus eigenen Mitteln den bereits erwähnten Defibrillator, ein Schnelleinsatzzelt, eine Reinigungsmaschine, Dienstkleidung und Bierzeltbänke an. Herbert Jäger, der zusammen mit Sebastian Huber die Kasse geprüft hatte, bescheinigte Hastreiter eine saubere Kassenführung und schlug die Entlastung von Kassierin und Vorstandschaft vor. Dem stimmten die Anwesenden ohne Gegenstimme zu.
„Ihr seids unbandig stark“ lobte Bürgermeister Johann Schild die Pietlinger Feuerwehr für ihre Mannschaftsstärke, Ausbildungsarbeit, Lehrgänge, Jugendarbeit und Einsätze. Dies komme der ganzen Gemeinde zugute und das Geld, das die Gemeinde in Fahrzeuge und Ausrüstung investiere, sei gut angelegt. Schild freute sich auch ganz besonders, dass die beiden Feuerwehren in der Gemeinde so gut zusammenarbeiten und sich gegenseitig aushelfen und ergänzen.
Kreisbrandmeister Hans Heinrich gab in seinem Grußwort eine Vielzahl an Informationen und Hinweisen auf Lehrgänge. Der stellte die Bedeutung des Vereinslebens heraus, dass auch zur Stressbewältigung nach Einsätzen diene. Das Aufeinander-Schauen sei gerade auch nach belastenden Einsätzen wichtig. Der aktuelle Verkehrsunfall mit einem Hybrid-Fahrzeug habe gezeigt, dass mit neuer Mobilität auch neue Herausforderungen auf die Feuerwehrleute zukommen. Abschließend wies Heinrich auf die im Aufbau befindliche „Führungsstelle Salzach“ hin, die bei Großschadensereignissen die Integrierte Leitstelle in Traunstein entlasten soll.
Polizeihauptkommissar Andreas Hinterschwepfinger von der Polizeiinspektion Laufen würdigte in seinem Grußwort die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehren im Rupertiwinkel und nannte als Beispiel notwendige Absperrungen bzw. Umleitungen bei Verkehrsunfällen. Weitere Gäste waren Gemeinderäte, die Bürgermeister-Stellvertreter Egon Kraus und Monika Fuchs sowie die Ehrenmitglieder Georg Schuster und Adi Maier sowie Ehrenkommandant Franz Jäger.

Ehrungen und Neuaufnahmen
Eine ganze Reihe von aktiven Feuerwehrmännern wurde im Rahmen der Jahreshautversammlung für langjährige aktive Dienste geehrt, herausragend dabei war jene für Ludwig Obermaier, der seit dem 1. März 1970 als aktives Mitglied der Wehr angehört (wir berichteten).
Bereits 20 Jahre bei der Feuerwehr ist auch die aktuelle Führungsspitze mit Kommandant Johann Schild und seinen Stellvertretern Christoph Huber und Tobias Maier sowie zweiter Vorstand Andreas Obermayer. Auf 20 Jahre Dienstzeit kommen außerdem Andreas Lebacher, Thomas Otter, Andreas Schiechel und der langjährige Jugendwart Josef Pallauf.
Für zehn Jahre aktiven Dienst bei der Feuerwehr ausgezeichnet wurden Maxi Dandl, Johannes Lenz, Michael Lex, Anna-Lena Prams, Katharina Stadler und Alex Veitlmeier.
Der Feuerwehrverein ehrte zahlreiche Mitglieder für 10-, 20- und 30- jährige Mitgliedschaft. 40 Jahre gehören dem Verein Sebastian Huber sen. Und Simon Jäger an. Bereits 50 Jahre dabei sind Martin Kraller und Willi Lebacher.
Im Namen der Gemeinde Fridolfing zeichnete außerdem Bürgermeister Johann Schild den Atemschutzgerätewart Marco Zebhauser für 15 Jahre aktiven Dienst mit der Fridolfinger Ehrennadel in Bronze aus. Die Fridolfinger Ehrennadel in Silber bekam der frühere Schriftführer und jetzige zweite Kommandant Christoph Huber.
Neue aktive Mitglieder in der Feuerwehr sind Maximilian Kiermeier, Sandra Lechner und Valentin Stadler. Aus der Jugend wechseln Andreas Dieplinger, Daniel Huber, Florian Huber und Daniel Lechner in den aktiven Dienst. Außerdem wurden Christian Schuster und Clara Lenz als neue Jugendliche in der Feuerwehr begrüßt. Man hofft, am Tag der Jugendfeuerwehren weitere Jugendliche für den Dienst bei der Feuerwehr begeistern zu können, damit wieder eine Jugendgruppe gebildet werden kann.

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