Wärmebildkamera
Als erste Feuerwehr im Land 3/2 - Bereich führt die Feuerwehr Pietling seit dem Jahr 2009 mit Hilfe einer großzügigen Spende der Fa. Rosenberger eine Wärmebildkamera in ihrem Repertoire. Die Wärmebildkamera ist ein sehr nützlicher Ausrüstungsgegenstand, vor allem in der Brandbekämpfung und hat sich bereits in den ersten beiden Jahren hervorragend bewährt. Ihre Anwendungsgebiete sind vielseitig. So kann die "WBK" benutzt werden, um nicht sichtbare oder durch Rauch verdeckte Brandherde aufspüren, Personen aus verrauchten Räumen zu retten oder im freien Gelände zu finden, die Brandausreitung besser abzuschätzen oder um Nachlöscharbeiten zu erleichtern. Auch in anderen Bereichen ist die Wärmebildkamera unter Umständen einzusetzen, zum Beispiel im Gefahrguteinsatz zur Füllstandskontrolle von Behältern oder zur "Sitzkontrolle" bei Verkehrsunfällen.
Ausgestattet ist die wassergeschützte, schlag- und stoßfeste Kamera mit einem 160x120 Pixel-Display und kann bis Umgebungstemperaturen von 260°C eingesetzt werden. Das Funktionsprinzip beruht darauf, dass jeder Körper und Gegenstand unsichtbare Infrarotstrahlung analog zu seiner Temperatur ausstrahlt. Der Wärmebildsensor kann diese Strahlung aufnehmen, auswerten und stellt unterschiedliche Temperaturen durch unterschiedliche Farbe dar. Aufgrund dieses Prinzips hat eine Wärmebildkamera auch Einsatzgrenzen. So ermöglicht sie keinen direkten Blick in das innere eines Gegenstandes, durch Glas, Wände oder Wasser. An spiegelnden Oberflächen, z.B. glatten Fliesen oder Metallen, sieht man nicht das Wärmebild des jeweiligen Körpers, sondern das entsprechend reflektierte Spiegelbild.
Mitgeführt wird die Wärmebildkamera im LF8. Schon während der Anfahrt kann sich der erste Atemschutztrupp fertig mit dem Gerät ausrüsten. Ergänzendes Zubehör zur Wärmebildkamera sind ein Ladegerät mit Ersatzakku, Ersatz-Sichtscheiben, das Handbuch und zusätzlich ein Infrarot-Thermometer für punktuelle Temperaturmessungen.


