Atemschutzgeräte

 

In der heutigen Zeit ist der Einsatz von Atemschutzgeräteträgern bei der Feuerwehr unverzichtbar geworden. Neuartige Baumaterialien (Kunststoff, Gummi, ....) in Gebäuden und Fahrzeugen verursachen bei Bränden viele giftige Brand- und Pyrolysegase, die nur ein Vorgehen unter Atemschutz erlauben. Aber auch bei vielen anderen Einsatzarten, etwa Silounfällen, Gefahrgutunfällen oder Schachtrettungen ist Atemschutz erforderlich. Um diesen Erfordernissen gerecht zu werden, besitzt die Feuerwehr Pietling vier moderne Überdruck-Atemschutzgeräte des Typs "MSA-Auer AirMaxx SL", Reserve-Pressluftflaschen, 15 Atemschutzvollmasken und mehrere Filter gegen eine ganze Palette von giftigen Gasen. Zwei Atemschutzgeräte sind im Löschgruppenfahrzeug im Mannschaftsraum angebracht, sodass sich ein Atemschutztrupp bereits während der Anfahrt ausrüsten kann

Die Funktion der Pressluftatmer, des sog. "schweren Atemschutzes" ist wie folgt: Die mit Hochdruck in die Flaschen gepresste Luft (ca. 300 bar) wird nach dem Austritt aus der Flasche über einen Druckminderer auf Mitteldruck (ca. 8 bar) reduziert. Über Schläuche gelangt die Atemluft über eine Steckkupplung zum sogenannten Lungenautomaten. Dieser "Atemluftdosierer" wird im Mundbereich an die Atemschutzmaske angesteckt und erzeugt aus dem Mitteldruck einen konstanten Überdruck von wenigen Tausendstel bar und liefert genau die Menge an Atemluft, die der Träger des Atemschutzgerätes benötigt. Der noch zur Verfügung stehende Luftvorrat kann an einem Manometer jederzeit abgelesen werden.

Zur weiteren Atemschutzausstattung zählt die Feuerwehr Pietling die Atemschutzüberwachung "Checkbox 5+1" mit Transponder-Technologie, spezielle Leinentaschen, eine Fluchthaube, Rettungstücher, LED-Helmlampen und spezielle Totmannwarner für jeden Atemschutzträger.

 

Atemschutzträger